Schlichten und Vermitteln

Wenn Kinder streiten und sich wieder versöhnen, spricht man von «Frieden machen» – ein treffender Begriff. Die Kinder schaffen es meist, alleine Frieden zu machen – manchmal brauchen sie Hilfe dazu. Nicht anders ist es in der Arbeitswelt. Konflikte sind alltäglich, oft sind sie sogar Ausgangspunkt produktiver Veränderung. Wenn sie aber nicht mehr auf der Sachebene ausgetragen, sondern allzu emotional, ja irrational werden, wenn sie sich verhärten und ausweiten – dann ist es Zeit zu intervenieren.

BeTrieb hat in zahlreichen Unternehmen geholfen, solche festgefahrenen Konfliktsituationen beizulegen:

  1. Die Involvierten haben Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge in Ruhe darzulegen.
  2. Sie verstehen, was die andere Partei bewegt.
  3. Sie finden eine einvernehmliche Lösung.

Diese Elemente sind Teil klassischer Mediation. Wir führen in der Regel allerdings kürzere Prozesse durch, bei denen Elemente der Mediation benutzt werden.

 

Sanktionieren oder vermitteln?

Schlichten und Vermitteln machen manchmal auch dort Sinn, wo ein Verschulden feststeht. In einem Fall von sexueller Belästigung stand der Arbeitgeber klar hinter der belästigten Mitarbeiterin und ermahnte den Belästiger. Darüber hinaus zog der Arbeitgeber im Einverständnis mit der belästigten Frau die Experten von BeTrieb zu einem klärenden und vermittelnden Gespräch bei. Im Gespräch begriff der Mann erst, was seine sexistischen Bemerkungen bei der Kollegin ausgelöst hatten. Dadurch konnte er das Geschehene nicht nur pro forma, sondern ehrlich bedauern. Das ermöglichte beiden Seiten, die Sache auch gefühlsmässig beizulegen und einen positiven Neustart zu wagen.