Filmausschnitt aus The Kite Runner 2008

Der Schweizer Marc Forster verfilmt nach einem Roman von Khaled Hosseini die Geschichte einer afghanischen Oberschichtfamilie. Sohn Amir ist eng befreundet mit dem gleichaltrigen Hassan aus der Dienerfamilie.

Als Amir geschockt zusehen muss, wie Hassan von älteren Jungen vergewaltigt wird, wagt er es nicht, sich für seinen Freund zu wehren. Damit verrät er ihn und verletzt die Ehrvorstellungen seiner Kultur und seiner Familie. Er erlebt tiefe Scham. Diese Scham lebt durch die Präsenz von Hassan immer wieder auf. Amir beginnt deshalb, seinen Freund zu meiden. Er schlägt seinem Vater vor, die Bediensteten zu entlassen. Als der Vater dafür kein Verständnis aufbringen kann, beschuldigt Amir seinen Freund des Diebstahls und inszeniert Beweise. Der Vorwurf erzielt die gewünschte Wirkung: Hassans Vater verlässt beschämt seinen Arbeitgeber.

Vergleichbare Konstellationen können auch in unserer Arbeitswelt zu Mobbing führen: Zuweilen steht der Andere dafür, dass man selber den eigenen Idealen nicht entspricht – und soll verschwinden.

 

The Kite Runner